Förderung der Ladeinfrastruktur in der Elektromobilität

ein Parkschild für ein Elektroauto

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es für Elektroauto-Ladestationen und Wallboxen? Erfahren Sie alles zum Thema Förderung der Ladeinfrastruktur in der Elektromobilität.

17. Mai 2022

Die richtige Förderung finden

Der Kauf von Ladestationen wird von Bund, Ländern, der staatlichen Förderbank KfW, öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten wie der NRW.BANK sowie durch Programme auf regionaler Ebene gefördert.

Die Förderung erfolgt über einen Zuschuss oder mittels vergünstigter Kreditkonditionen. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Kommunen können eine Förderung beantragen. Wir geben Ihnen einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten.

Aktuelle Förderprogramme der EU, des Bundes und der Länder finden Sie in der Fördersuche der Förderdatenbank.

Förderung von Ladestationen in privaten Haushalten

Ab Herbst 2020 förderte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) private Haushalte bei der Anschaffung und dem Anschluss privater Ladestationen an privaten Wohngebäuden, Garagen und Stellplätzen.

Der bundesweite Zuschuss kann für private Haushalte aktuell leider nicht mehr beantragt werden, da die Fördergelder aufgebraucht sind. Bis zum Sommer 2021 wurden 620.000 Anträge für Zuschüsse zur Einrichtung privater Ladestationen bewilligt, auch eine Aufstockung der Fördersumme um 300.000 Euro war angesichts der regen Nachfrage schnell aufgebraucht. Sollten Sie rechtzeitig einen Antrag eingereicht haben, können Sie noch 12 Monate nach Antragsbestätigung entsprechende Nachweise einreichen.

Bundesweite Förderungen für Privatpersonen gibt es damit aktuell nicht, länderspezifische Förderprogramme haben wir gesondert ausgewiesen.

Förderungsmöglichkeiten für Städte und Kommunen

Seit Sommer 2021 stellt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) 500 Millionen Euro unter dem Titel „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ zur Verfügung.

Das bis Ende 2025 befristete Förderprogramm ist auf die großflächige Ausweitung der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ausgelegt und soll der Errichtung von min. 50.000 Ladepunkten dienen, darunter 20.000 Schnellladepunkte, die das zeitsparende Laden mit Gleichstrom (DC) ermöglichen. Wie auch für die vorangegangenen Förderprogramme können Anträge nur während eines laufenden Förderaufrufs gestellt werden, die stets nur in gewissen Intervallen erfolgen.

Förderung der Elektromobilität für Kommunen im Fördergebiet Nordrhein-Westfalen

Für Kommunen im Bundesland Nordrhein-Westfalen wird neben der Bezuschussung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen und Netzanschlüssen auch die Errichtung stationärer, nicht öffentlicher Ladeinfrastruktur gefördert – hierzu sind selbstverständlich auch die Ladelösungen von hesotec electrify geeignet.

Konkret gefördert werden nicht-öffentlich zugängliche Ladestationen, wie sie beispielsweise für den kommunalen Fuhrpark oder die Beschäftigten eingesetzt werden könnten. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

progres.nrw – Emissionsarme Mobilität

Das Förderprogramm „progres.nrw – Emissionsarme Mobilität“ richtet sich an Privatpersonen und Unternehmen in NRW, das im Februar 2019 ins Leben gerufen und am 22.03.2022 zuletzt neu aufgelegt wurde. Vorraussetzung für die Förderfähigkeit ist unter anderem die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien wie etwa einem Grünstrom-Liefervertrag oder durch den Einsatz einer Photovoltaikanlage. Weitere Informationen sowie entsprechende Antragsformulare finden Sie unter den nachfolgenden Links:

Förderung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

NRW-Förderung (Förderrichtlinie progres.nrw)

Förderung der Elektromobilität im Fördergebiet Bayern

Vom 1. November bis 31. Dezember 2021 lief der erste Förderaufruf des Förderprogramms „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern 2.0“, dem Nachfolger der gleichnamigen Vorläuferrichtlinie. Weitere Aufrufe sind bereits angekündigt.

Ziel des für Privatpersonen, Unternehmen sowie Kommunen gedachten Förderprogramms ist der flächendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur in Bayern. Neben der Errichtung der Ladesäulen werden auch der Netzanschluss und die Montage gefördert.

Eine Förderung setzt voraus, dass die Ladesäule öffentlich zugänglich ist und der Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird.

Als Anlaufstelle für interessierte Antragsteller wurde die „Kompetenzstelle Elektromobilität Bayern“ ins Leben gerufen, welche das Förderprogramm betreut und Anträge verarbeitet.

Weitere Informationen zu diesem Förderprogramm erhalten Sie hier.

Das KfW-Umweltprogramm 439/441

Die Förderbank KfW bietet im Rahmen des Zuschusses „Ladestationen für Elektrofahrzeuge – Kommunen“ an, Ladestationen an Stellplätzen für Mitarbeiter der Gemeinden sowie deren Einbau und Netzanschluss zu fördern. An Unternehmen aller Art hingegen richtet sich der Zuschuss „Ladestationen für Elektrofahrzeuge“. Auch hier sind nicht-öffentliche Ladestationen für Beschäftigte Gegenstand der Förderung. Vorraussetzung für die Inanspruchnahme ist der Kauf von Ladestationen mit bis zu 22 kW Ladeleistung und intelligenter Steuerung. Energiemanagement-Systeme zur Ladestationen-Steuerung sind ebenfalls Gegenstand der Förderleistungen.

Regionale Förderprogramme

Auf Landes- und Städteebene sind aktuelle Förderprogramme in der Förderdatenbank verfügbar.

NRW.BANK.Elektromobilität

Die Landesförderbank NRW.BANK bietet das Förderprogramm „NRW.BANK.Elektromobilität“ an, das Existenzgründer, Mittelständler und Freiberufler aus NRW in Form von Krediten unterstützt.

Sofern der Investitionsort in NRW liegt, lassen sich bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben finanzieren – wenn der Antrag vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl gestellt wird. Die Unterlagen werden dann an die NRW.BANK weitergeleitet.

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr

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